Zum Jubiläum eine glatte Eins

Mit zahlreichen Gästen und Besuchern hat die Oberschule in Dörpen am Freitag ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert.

Schulleiter Peter Schade begrüßte die Schüler, Lehrer, Ehemaligen, Gäste sowie Schüler und Lehrer aus der polnischen Partnergemeinde Dobron, die zum Austausch in Dörpen zu Gast sind. In seiner Festrede blickte der Schulleiter auf die 40-jährige Geschichte der Schule zurück. „Was war vor 40 Jahren?“, fragte er die Zuhörer, lieferte die Antworten dann aber selbst. „Bundeskanzler war damals Helmut Schmidt, die Bundespräsidenten waren Walter Scheel und Karl Carstens. Außerdem“, so fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu, „war damals der HSV Deutscher Meister. Da hat man einen ungefähren Eindruck, wie lange die Gründung der Schule schon her ist.“ Der Hamburger SV kickt gegenwärtig im zweiten Jahr in Folge nur noch in der Zweiten Fußball-Bundesliga.

Schade zählte einige Meilensteine der Schulgeschichte auf, so unter anderem die Einweihung des Schulgebäudes im Jahr 1979, den ersten Anbau im Jahr 1996 sowie die Schulinspektion im Jahr 2011, in der die Schule ein sehr gutes Ergebnis erzielt habe. Des Weiteren ging er auf die voranschreitende Digitalisierung ein, die sich auch in der Schule bemerkbar mache: „Activboards“ statt Kreidetafeln, digitale Klassenbücher statt aus Papier und eine neue Ausstattung für den Computerraum habe die Schule in den vergangenen Jahren bekommen. Schule müsse zuerst für die Kinder glücken. „Ich bedanke mich bei allen, die sich daran beteiligt haben und sich dafür eingesetzt haben, dass dies gelingt. Ich bin zuversichtlich, dass dies auch in Zukunft so sein wird“, so seine abschließenden Worte.

Landtagsvizepräsident Bernd Busemann (CDU), gebürtiger Dörpener, erinnerte in einem schriftlichen Glückwunschschreiben an die Aufbaujahre der damaligen Haupt- und Realschule. „Die damals finanzschwache Gemeinde Dörpen hat mit dem Bau des Schulzentrums auf das richtige Pferd gesetzt. Macht weiter so!“, betonte Busemann. Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken (CDU) hob hervor, dass Mädchen und Jungen aus allen neun Mitgliedsgemeinden die Schule besuchen. „Das ist gelebte Samtgemeinde. Dadurch wird der Zusammenhalt der Samtgemeinde gestärkt.“ Er würde der Oberschule als Schulträger die Note „sehr gut“ vergeben und richtete einen Appell an alle Eltern, Lehrer und Mitarbeiter der Schule: „Miteinander schaffen wir es, diese Schule zu einem bestmöglichen Lernort für unsere Kinder zu machen.“

Nicht von ungefähr

Regierungsschuldirektorin Karen Mull von der Landesschulbehörde ging auf die Bedeutung der Zahl 40 in der Bibel ein. Diese stehe dort neben „Buße und Besinnung“ auch für „Wende und einen ermöglichten Neubeginn“. Der nach ihren Angaben gute Ruf der Schule sei das Ergebnis der Arbeit einer engagierten Schulgemeinschaft und käme nicht von ungefähr.

Nach Auffassung des Schulelternratsvorsitzenden Matthias Witte sei die damalige Entscheidung der Gemeinde, die Schule zu bauen, goldrichtig gewesen. Er lobte die engagierten Lehrkräfte, den digitalen Auftritt der Schule sowie das Angebot der beruflichen Orientierung für die Schüler. „Wir feiern heute 40 Jahre Erfolgsgeschichte – und das mit Recht“, so Witte.

Auch Dobrons Bürgermeister Robert Jarzebak gratulierte. „Gemeinschaft kann nur gelebt werden, wenn alle ihren Teil dazugeben“, war die Moral einer Geschichte, die Jarzebak zum Besten gab. Er habe während seines Aufenthalts bemerkt, dass die Schüler und Lehrer der Oberschule sich in der Schule wohlfühlen. Auch die polnischen Schüler bedankten sich für eine tolle Woche und für die Aufnahme bei den deutschen Gastfamilien.

Im Anschluss an die Feierstunde gab es für die Gäste die Möglichkeit, über einen Adventsmarkt auf dem Schulgelände zu schlendern. In der Woche vor dem Jubiläum hatten sich die Schüler der Oberschule mit dem Basteln, Malen und Backen beschäftigt (wir berichteten). Die Erlöse aus dem Verkauf der Artikel werden zum Teil an gemeinnützige Organisationen, aber auch für neue Spielgeräte auf dem Schulhof gespendet.

(Aus der Ems-Zeitung vom 23.11.2019)

Avatar

Written by 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.