Achtklässler schnuppern in die Handwerkswelt

Im Rahmen des Projekts Generationenwerkstatt werden bis Dezember Schüler der Oberschule Dörpen die Möglichkeit haben, in vier Betrieben handwerkliche Erfahrungen zu sammeln.

Es ist bereits die fünfte Generationenwerkstatt, die nun 16 Schülern der achten Klassen die Chance gibt, in einen Betrieb zu schnuppern. Dabei werden sie bis Dezember im Rahmen einer AG einmal wöchentlich am Nachmittag die Firmen besuchen und dort an verschiedenen Projekten mitarbeiten. Unter der Anleitung eines erfahrenen Handwerkers arbeiten die Schüler an einem zusammen konzipierten Projekt und werden diese Arbeit zusammen mit ihren Erfahrungen im Dezember in einer Präsentation vorstellen.

Die Unternehmen Otto und Ernst Cordes (Kluse-Steinbild), Bernhard Poll Schornsteintechnik (Dörpen), Hero Glas (Dersum) und Autohaus Schlömer (Lehe) werden jeweils vier Schüler aufnehmen und mit ihnen verschiedene Projekte erarbeiten. „Die Generationenwerkstatt ermöglicht es den Jungs, Berufspraxis zu schnuppern“, so Hans Thünemann, Prokurist der Firma Cordes. Die Schüler sollen selber anpacken, ausprobieren und ausüben, wie er erklärt. Ein weiterer wichtiger Punkt sei es, das Wissen weiterzugeben, wie Renate Beinicke, Botschafterin der Generationenwerkstatt, erläutert. Ebenso wichtig sei es jedoch, dass die Schüler etwas lernen und dabei auch mal Fehler machen, so Thünemann. „Ihr müsst Fehler machen, um zu lernen wie es funktioniert. Fehler werden akzeptiert“, wie mitteilt.

Die Generationenwerkstatt sei ein Zusammenwirken zwischen Eltern, Lehrern und den Betrieben und die Quote der Schüler, die später von der Firma übernommen werden, sei hoch, so Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken. Auch die Schulleitung der Oberschule Dörpen freut sich über das Projekt. „Wir freuen uns über den vierten Betrieb und sind froh darüber, besonders den Jungs diese Möglichkeit zu bieten“, sagt Reinhard Rhoden, Didaktischer Leiter der Schule. Die Schüler seien jetzt in einer wichtigen Phase ihres Lebens und müssen sich bald entscheiden, in welchem Beruf sie sich ausbilden lassen wollen. Diese Entscheidung bestimme über ihr ganzes Leben, deshalb soll ihnen durch dieses Projekt schon früh die Gelegenheit gegeben werden, das Berufsleben ausprobieren zu können, erklärt Thünemann.

(Aus der Ems-Zeitung vom 24.09.2019)

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