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Start Informationen/Aktuelles Dörpener Oberschüler bauen Wasserspiel

Dörpener Oberschüler bauen Wasserspiel

Abschluss des Projektes Generationen-Werkstatt

 

 

Dörpen. Schüler erlernen in aktiven Unternehmen von Ruheständlern handwerkliche Grundfertigkeiten: So könnte man mit einem Satz die Generationen-Werkstatt beschreiben, die nun in der Dörpener Oberschule den Projektabschluss mit den Schülern Markus Goltschweski, Jannis Buß, Jens Hunfeld aus der achten Jahrgangsstufe und der Firma Cordes aus Steinbild feierte.
Sich und die Fähigkeiten erproben, Werkstoffe und Werkzeuge kennenlernen, betriebliche Zusammenhänge erkennen und Tipps von „alten Hasen“ für sich nutzen: All das und noch viel mehr konnten die drei Schüler in den zurückliegenden zehn Wochen jeweils an je einem Nachmittag hautnah erleben.
Hans Thünemann, Prokurist der Firma Cordes, erinnerte mit einer Skizze an die Anfänge eines zeitlich ehrgeizigen Projektes, das im Februar dieses Jahres seinen Anfang nahm. Im Raum stand die Fertigung eines Bassins, das mit einer Pumpe ausgestattet werden sollte, um im Eingangsbereich des Schulzentrums mit einem Wasserspiel auf sich aufmerksam zu machen.
„Ziel war nicht nur die handwerkliche Umsetzung, sondern auch das Kennenlernen des betrieblichen Umfeldes und der Besonderheiten, die es gerade nachmittags gibt, wenn die Mitarbeiter von den Touren zurückkommen und Material für den kommenden Tag disponieren“, so Thünemann. Als Mentor für die drei Schüler konnte der 74-jährige Ruheständler Herbert Cordes gewonnen werden, der in dem Unternehmen viele Jahre als Projektleiter arbeitete.
Einige Quadratmeter Zinkplatten, Lötzinn, eine Förderpumpe, die es zu modifizieren galt, sowie Dachrinnen wurden als Grundwerkstoffe vom Lager geholt. „Auf die Skizze folgten schnell die Umsetzung und die kreative Anpassung“, erinnert sich Janis Buß. Um das Wasserspiel eindrucksvoll zu gestalten, wählte man mehrere aneinandergereihte Dachrinnenstücke.
Besonders dankte Herbert Cordes der Firma Terfehr-Kröger aus Rhede, die ohne zu zögern einen Holzbalken für die Grundkonstruktion lieferte und der Firma Tischler Klaßen aus Aschendorf für die Erstellung eines Holzrahmens. „Das zeichnet die hiesigen Handwerksbetriebe besonders aus, dass sie bei Projekten dieser Art besonders gut zusammenarbeiten“, so Hermann Schmitz, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Aschendorf-Hümmling.
Mit Lob wollte aber auch Johannes Rahe als Vorstandsvorsitzender vom Projekt Generationen-Werkstatt nicht sparen. „Die Generationen-Werkstatt ist im Bezirk der Kreishandwerkerschaft Aschendorf-Hümmling besonders erfolgreich. Denn von den insgesamt sieben Projekten wurden vier im Altkreis realisiert.“
Schulleiter Peter Schade lobte das Engagement aller Beteiligten. Diese zusätzliche Form der Berufsorientierung ist aus seiner Sicht eine weitere Möglichkeit, die Abbrecherquoten während der Berufsausbildung weiter zu reduzieren. Die Firma Cordes lud alle drei Schüler dazu ein, sich bei ihr zu bewerben. Für die jungen Nachwuchskräfte steht in jedem Fall fest, dass sie eine handwerkliche Ausbildung anstreben möchten.

(Quelle: Ems-Zeitung 28.07.2015)



 

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