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Start Informationen/Aktuelles Fünftklässler in Dörpen sammeln Erfahrungen im Rollstuhl

Aus der Ems-Zeitung vom 22.2.2014:

Fünftklässler in Dörpen sammeln Erfahrungen im Rollstuhl


Im Rollstuhl (von links): Pascal Wesseln, Simon Andrees, Marc Poker, Jens von Hebel, Marcel Witzleben, Anika Bellendir, Inga Dickebohm-Funke,
Jan Niklas von Lintel und Marianne Dieckhöfer.

Oberschule zieht ein gutes halbes Jahr nach Einführung der Inklusion eine positive Zwischenbilanz

 gs Dörpen. In Niedersachsen ist mit Beginn des laufenden Schuljahres die Inklusion verbindlich eingeführt worden. Nach etwas mehr als einem halben Schuljahr haben die Bildungseinrichtungen erste Erfahrungen gesammelt. Für die Oberschule Dörpen zieht Schulleiter Bernd Schwarz ein positives Zwischenfazit.

„Die Rückmeldungen von Schülern, Eltern und Lehrern sind positiv“, sagt Schwarz. Dabei sei die neue Situation zunächst für alle Beteiligten durchaus eine große Herausforderung gewesen. Inzwischen sei die Inklusion aber bereits ein Stück Normalität geworden. „Wir leben Inklusion“, betont Schwarz und verweist darauf, dass die besonderen Anforderungen in das Förderkonzept der Oberschule eingebunden seien. Organisatorisch hat die Schule die betreffenden Schüler der Jahrgangsstufe 5 in einer Klasse zusammengefasst. Von dort wächst das System Schuljahr für Schuljahr auf.
Im aktuellen Jahrgang 5 der Oberschule bedürfen vier Schüler sonderpädagogischer Unterstützung. Sie werden durch zusätzliche Lehrerstunden in Kleingruppen, Einzelförderung, den Mobilen Dienst und eine Integrationshelferin unterstützt. Schwarz ist von dem Förderkonzept voll überzeugt. „Einige sind regelrecht aufgeblüht“, hat der Schulleiter festgestellt.

Wissen, was geschieht

Um in Sachen Inklusion weiter zu sensibilisieren, hatten Fünftklässler nun Gelegenheit zu erfahren, wie es ist, im Rollstuhl zu sitzen. Denn ein Mitschüler ist auf den Rollstuhl angewiesen. Ziel des Projektes in Zusammenarbeit mit Marcel Witzleben vom Mobilen Dienst für körperliche und motorische Entwicklung war es, die Schüler erfahren zu lassen, wie es ist, sich in einem Rollstuhl fortzubewegen. Zudem sollten sie feststellen, welche Herausforderungen sich einem dabei in den Weg stellen können. Ihre Erfahrungen sollen sie beim täglichen Umgang mit ihrem Mitschüler einbringen. Bei den Übungen erfuhren die Schüler unter anderem, wie wichtig Absprachen sind, wenn man als Rollstuhlfahrer von einem Partner geschoben wird. Sie lernten, dass ein Mensch im Rollstuhl immer wissen muss, was als Nächstes geschieht.
Die inklusive Schule ermöglicht Schülerinnen nach einem Beschluss des Niedersächsischen Landtages vom März 2012 einen barrierefreien und gleichberechtigten Zugang. Eltern von Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung können demnach wählen, ob ihr Kind die allgemeine Schule oder eine Förderschule besuchen soll. Beginnend mit der Jahrgangsstufe 5, werden seit dem laufenden Schuljahr Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung auf Wunsch der Erziehungsberechtigten in den weiterführenden Schulen aufgenommen.

Weitere Infos unter www.mk.niedersachsen.de


 

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